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immer fair zum Fisch sein.



Hier eine kleine Geschichte




Der Alte Karpfen

In einem See lebt ein alter
Karpfen von sage und schreibe guten 77 Pfd,
bei einer LĂ€nge von 123 cm.
Er geistert schon seit Jahren in diesem See rum. Es hieß oft das er nicht mehr
lebte oder er wÀhre umgesetzt worden, aber dem war nicht so.
Viele Angler versuchten ihn schon seit einiger Zeit zu fangen, doch alle
scheiterten. Er war sehr schlau und scheu. An sonnigen Tagen konnte man seinen
riesigen Köper in der Sonne gÀnzen sehen. Aber er war nicht zu erreichen, ganz
in der NĂ€hhe von herab hĂ€ngenden Ästen einer Trauerweide zog er seine Runden.
Beim Enten fĂŒttern wurde er gesehen, da stand er unter den Enten und nahm sich
das was die Enten nicht bekommen haben. Eines Tages sah man Ihn mit einem
kleineren Artgenossen seine Runde ziehen. Es wurde beobachtet das er den kleinen
immer zuerst an die Futterstellen ließ, die von den Anglern angelegt wurden.
Denn er, kannte alles. Zuerst waren es WĂŒrmer, Kartoffeln geschĂ€lt oder
ungeschÀlt, Bohnen und andere Partikel der die sie ihm anboten. Dann Teig in
jeder Art und Schwimmbrot an der OberflĂ€che. All dieses hat er ĂŒberberstanden.
Wenn der kleine Karpfen einige Köder gefressen hatte und es war nichts passiert,
dann fing auch er an zu fressen, aber immer mit Vorsicht. Bei jeder falschen
Bewegung seines kleinen Freundes hörte er auf, denn sein letzter Begleiter war
auf einmal weg, da er auf einen Köder reingefallen war und tauchte nicht mehr
auf. Aber dem war Heute nicht so.
Abends sah man Ihn mit mehreren Artgenossen in einer Ecke des Sees stehen, und
es sah so aus , da er in der Mitte stand, das er Geschichten erzÀhlte und die
anderen im zuhörten. Denn er hatte viel zu erzÀhlen. Wie er klein war musste er
sich vor Hechten, Welsen und Fischreihern in acht nehmen.
Die Geschichte wie sie den See abgelassen hatten um ihn zu bekommen, da alle
Versuche ihn an die Angel zu bekommen scheiterten. Da der See nicht ganz leer und ausgetrocknet war, konnte er sich zum GlĂŒck im Schlamm verstecken. All das konnte er
erzÀhlen.
Auch erzÀhlte er von dem Angler dem er an den Haken ging, da war er schlanke 40
Pfd. schwer. Er dachte das war es, aber es kam anders.
Der Angler behandelte Ihn wie ein rohes Ei. Auf einer weichen Unterlage hat er
Ihn gelegt, den Haken in seinem Maul vorsichtig gelöst und ein komisches Zeug
auf die Wunde gesprĂŒht. Nach dem Wiegen und Vermessen, blitzte es und er wurde
in den See zurĂŒck gesetzt. Andere haben ihm das gleiche erzĂ€hlt, das sie von den
Anglern auch wieder zurĂŒck gesetzt wurden. Leider blieben einige verschwunden.
Er wurde trotz Vorsicht noch öfters gefangen. Mit 45, 50 , 53 Pfd. und das
letzte mal mit 69 Pfd. Da hatte er nicht aufgepasst. In einem Fressrausch war
er geraten, da der Köder zu gut war.
Aber auch da wurde er zurĂŒck gesetzt und seitdem hat er es geschafft den
Anglern das Leben schwer zu machen. SchnĂŒre rissen, Haken bogen sich gerade und
Angelruten brachen wenn er zur Flucht ansetzte, denn mit ĂŒber 70 Pfd. hat man
genug Gewicht und Kraft so was zu machen. Er hofft das er es noch lange so
weiter machen kann, seine Geschichten erzÀhlen und mit seinen Artgenossen die
Angler zu nerven. Denn die werden immer schlauer.



Petri Heil und immer fair zum Fisch sein.









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